Alzheimer Gesellschaft München e.V.

Newsletter 02/2011 (März)

 

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Heute informieren wir Sie über folgende Themen:

Aktuelles in München und darüber hinaus ...

Pflegende Angehörige sind laut Studie häufiger krank

Ende Januar berichtete die "Berliner Zeitung", dass die körperlich anstrengende und seelisch belastende Pflege von Angehörigen nach einer Studie viele Menschen krank macht. Nach einer Untersuchung der Siemens Betriebskrankenkasse müssten sich Menschen, die ihre Angehörigen pflegen, häufiger in medizinische Behandlung begeben und bekämen mehr Medikamente und Heilmittel. Demnach liegen die Ausgaben der Kasse für pflegende Angehörige 18 Prozent höher als für andere Versicherte. Körperliche Belastungen führten durch das Heben und Umbetten der Pflegebedürftigen zu Schmerzen in Armen und Beinen und zu Haltungsschäden. Der Studie zufolge ist aber die seelische Belastung das weit größere Problem. Die Untersuchung zeigt, dass 17 Prozent der pflegenden Angehörigen unter Depressionen leiden (B5aktuell, 28.1.2011).


Demenz-Report vorgestellt

Mitte Februar 2011 hat das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung im "Demenz-Report" jetzt "Landkarten der Demenz" für Deutschland, Österreich und die Schweiz vorgelegt. Daraus lassen sich für jede einzelne Region der Anteil der Menschen mit Demenz an der Gesamtbevölkerung zum heutige Stand (auf Grundlage der Daten von 2008) und die Prognose für 2025 ablesen. Nach den Berechnungen ist mit einer Verdopplelung der Betroffenen innerhalb der nächsten 30 Jahre in genannten Ländern zu rechnen.

Der Demenz-Report ist im Internet unter folgendem Link abrufbar:
www.berlin-institut.org/studien/demenz-report.html


Pflegebeauftragter für Bayern

Das bayerische Sozialministerium hat mit Ministerialdirigent Werner Zwick seit Anfang Februar 2011 einen Pflegebeauftragten eingesetzt, an den sich bayernweit Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegekräfte wenden können, um Probleme bei der Pflege (auch vertraulich) anzusprechen. Wie die SZ am 15.2.2011 berichtete, erreichten den Pflegebeauftragten bereits in den ersten beiden Wochen 120 Anrufe. Kontakt ist möglich unter der kostenfreien Hotline: 0800 0114353 oder im Internet unter:
www.pflegebeauftragter.bayern.de


"Eure Sorge fesselt mich"
DVD über Alternativen zu freiheitsentziehenden Maßnahmen


Am 4. Februar 2011 stellte Sozialministerin Christine Haderthauer in Ingolstadt die DVD "Eure Sorge fesselt mich" vor. Als Unterstützung zu dem bereits vorliegenden Leitfaden des Sozialministeriums ("Verantwortungsvoller Umgang mit freiheitsentziehenden Maßnahmen in der Pflege") zeigen zwei Filme Alternativen in der stationären und in der häuslichen Betreuung auf. Gedreht wurde u.a. im AWO Seniorenzentrum Moosburg, im Danuviushaus in Ingolstadt, bei der Alzheimer Gesellschaft München und der Nachbarschaftshilfe Ismaning.

Leitfaden und DVD können kostenfrei bestellt werden unter:
www.verwaltung.bayern.de/Gesamtliste-.613.4022335/index.htm


Musterantrag auf Versorgung mit Inkontinenzhilfen im Internet

Wie die Deutsche Alzheimer Gesellschaft berichtete haben die Krankenkassen Festbeträge und Pauschalen für die Versorgung mit Inkontinenzmaterialien   eingeführt, die sich in aller Regel an den günstigsten auf dem Markt befindlichen Preisen orientieren. Viele Betroffene und Angehörige von Demenzkranken, die an Inkontinenz leiden, klagen darüber, dass die Qualität der Windeln und Einlagen, die zu diesen Preisen zu bekommen sind, nicht ausreicht. Es kommt bei vielen Patienten zu Allergien und Entzündungen. Oft müssen Zuzahlungen geleistet werden, um mehr als die vorgesehe Anzahl von Windeln zu kaufen oder um höherwertige Produkte zu bekommen. Der Bundeverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen, bvkm, hat deshalb auf seiner Homepage einen Musterbrief veröffentlicht, der bei der Beantragung einer individuell angepassten Inkontinenzversorgung helfen soll.

Sie finden ihn unter:
www.bvkm.de/Arbeitsbereiche_und_Themen/Recht_und_Politik/Argumentationshilfen/Versorgung_mit_Inkontinenzhilfen


Aus dem Heim zum Arzt: Begleitung ist eine Regelleistung

Wie "Forum Sozialstation" in ihrem newsletter vom 1.3.2011 berichtet, gehört die Begleitung einer Heimbewohners zum niedergelassenen Arzt zu den Regelleistungen eines Heims, wenn der Arztbesuch durch andere Helfer nicht möglich ist. Dies hat das Verwaltungsgericht Stuttgart entschieden. Dabei wird vorausgesetzt, dass es sich um eine zwingende Konsultation eines Arztes außerhalb der Einrichtung handelt. Die Kosten, die dem Heim hierdurch entstehen, dürfen nicht als Zusatzleistung oder sonstige Leistung abgerechnet werden, sondern sind mit dem Pflegesatz abgegolten (AZ: 4 K 3702/10).


GESTALTUNGSPREIS 2011
der Erich und Liselotte Gradmann Stiftung
 
VORBILDLICHE MILIEUGESTALTUNG FÜR MENSCHEN MIT DEMENZ
Neue Konzepte für den Bau von Pflegeeinrichtungen und ambulanten Wohngemeinschaften

Ausgezeichnet werden Neubauten, Anbauten und größere Umbauten von Pflegeeinrichtungen sowie ambulante Wohngemeinschaften, die für die speziellen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz konzipiert wurden. Teilnahmevoraussetzung ist weiterhin ein Nachweis von Nutzungserfahrungen, insbesondere einer systematischen Beobachtung der Auswirkungen des baulichen Milieus auf die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner. Neben Architektur, Innenraum- und Freiflächengestaltung liegt das Interesse in dieser Ausschreibung auch auf der technischen Ausstattung. Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme ist eine Betriebsdauer von mindestens 12 Monaten.

Teilnehmerunterlagen und Informationen ab 18. März 2011 im Internet unter
www.demenz-support.de/veranstaltungen/gradmannkolloqium2011


Veranstaltungen der
Alzheimer Gesellschaft München e.V.

Angehörigen-Gesprächsgruppen im März 2011

  • Angehörigenclub: Mittwoch, 16. März 2010, 15 - 17:30 Uhr
  • Angehörigentreff: Mittwoch, 16. März 2010, 18:30 - 21:00 Uhr


Beide Gesprächsgruppen sind jederzeit offen für interessierte Besucher. Sie finden immer ohne die Erkrankten statt.

Bei Interesse an einer psychologisch begleiteten Gesprächsgruppe wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle (Tel.: 089 - 47 51 85).

Weitere Informationen über unsere Gesprächsgruppen für Angehörige finden Sie  >> hier


   

Musik- und Tanzcafé

Nächste Termine:
Freitag, 25. März 2010, 15 - 17:30 Uhr

Ort: Alten- und Service-Zentrum Altstadt, Sebastiansplatz 12, München


Weitere interessante Veranstaltungen (auch anderer Einrichtungen) finden Sie über unseren Terminkalender unter diesem Link:

http://www.agm-online.de/alzheimer-termine.html


Vorschau April 2011

Vortrag

"Leistungen der Pflegeversicherung"

Montag, 11. April 2011, 18 - 20 Uhr
Alzheimer Gesellschaft München e.V., Josephsburgstr. 92, 81673 München

Referent: Rolf Scheu, Referent für Pflegebegutachtung beim Med. Dienst der Krankenkassen in Bayern (MDK)

Anmeldung erbeten unter Tel.: 47 51 85


Informationen der
Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V.
Selbsthilfe Demenz, Berlin

www.deutsche-alzheimer.de

Praxishandbuches "Demenz - ein Thema für den Unterricht" erschienen

Berlin, 28.02.2011: Ab sofort kann das umfangreiche Praxishandbuch (knapp 200 Seiten) aus dem Projekt „Alzheimer & you“ bestellt werden (wir berichteten). Es kostet 10 EUR incl. einer DVD mit vorbereiteten Präsentationen und der Broschüre "Wenn die Großmutter demenzkrank ist"). Bestellungen sind zu richten an die Deutsche Alzheimer Gesellschaft in Berlin.

www.deutsche-alzheimer.de/index.php


Wenn Roberto Blanco auf Heavy Metal trifft

Mit einem ungewöhnlichen Spot macht die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. auf das Problem von Demenz aufmerksam, von der allein in Deutschland 1,2 Millionen Menschen betroffen sind. Im Mittelpunkt des von der Ideen- und Werbeagentur Zum goldenen Hirschen Köln pro bono entwickelten und der Münchner Bayerl & Partner Film GmbH ebenfalls pro bono umgesetzten Spotkonzepts steht das für die Betroffenen elementare Orientierungsproblem. Der 30- bzw. 45-Sekünder, der ab sofort auch zur Ausstrahlung bereitsteht, setzt bei den Zuschauern allerdings nicht auf Betroffenheit, sondern nähert sich dem Thema in ungewöhnlich humorvoller und überraschender Weise. Als Mitwirkende konnten der Entertainer Roberto Blanco sowie die Heavy Metal Band Sodom gewonnen werden, die beide im Interesse des guten Zwecks ebenfalls ohne Honorar auftreten.

Der Spot ist ab sofort auch unter www.deutsche-alzheimer.de sowie unter www.alzheimerandyou.de zu sehen.


Informationsblatt zur Lewy-Körperchen-Demenz

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft hat ein neues Informationblatt zur Lewy-Körperchen-Demenz herausgegeben. Unter folgendem Link kann die Information direkt abgerufen werden:
http://www.deutsche-alzheimer.de/fileadmin/alz/pdf/factsheets/FactSheet14-2011.pdf



TV-Tipps März 2011

Stand: 28.02.2010

Alle Angaben ohne Gewähr. Quelle: www.tvinfo.de

ÜBERSICHT

10.03., Donnerstag, arte, 20:15 - 22:00 Uhr (VPS 20:15)
Claire - Sich erinnern an die schönen Dinge
Se souvenir des belles choses, Frankreich 2001

In einer Klinik lernen sich Claire (32) und Philippe kennen und lieben. Beide haben durch unterschiedliche Unfälle mit Ihrem Gedächtnis Probleme, allerdings bessert sich der Zustand Claires nicht – sie leidet bereits in jungen Jahren an Alzheimer. Der Klinikleiter erkennt die Liebe der beiden und rät ihnen, nach dem Klinikaufenthalt zusammenzuziehen.

31.03., Donnerstag, ZDFinfokanal, 22:00 - 23:00 Uhr
Hartmut, Krista und das Vergessen
Leben mit Alzheimer

Uta Claus und Bode Witzke erzählen die Geschichte von Hartmut und Krista, eines Paares, 42 Jahre verheiratet. Krista hat Alzheimer und Hartmut kümmert sich um sie, pflegt sie, ist bei ihr. Eine Aufgabe, die schnell überfordert, wenn man nicht auch kleine Nischen für ein eigenes Leben sucht.

Jeden Monat finden sie hier aktuelle TV Tipps:
http://www.agm-online.de/alzheimer-hilfe-tvtipps.html


Mit freundlichen Grüßen

Ihre Alzheimer Gesellschaft München e.V.



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Fax: 089 - 4 70 29 79

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BIC: SSKMDEMXXX

Die Alzheimer Gesellschaft München e.V. ist Ansprechpartner für Menschen mit Demenz, deren Familien und soziales Umfeld sowie für Fachinstitutionen. Sie versteht sich als Vertretung der Selbsthilfe und führt eine anerkannte „Fachstelle für pflegende Angehörige“ im Netzwerk Pflege Bayern.

Der Verein ist Mitglied der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz und im PARITÄTischen. Er ist eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts München (VR 12013) und gem. Freistellungsbescheid vom 07.08.2007 als gemeinnützig tätig  anerkannt.

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