Zu den häufigsten Gesundheitsproblemen des Alters zählen Demenzerkrankungen. Man versteht darunter Störungen geistig-seelischer Leistungen des Gedächtnisses, des Denk- und Orientierungsvermögens sowie der Sprache. Aufgrund dieser Störungen wird die Bewältigung des Alltags erschwert. Die jeweilige Symptomatik ist abhängig von den zugrunde liegenden Krankheitsprozessen.
Demenzerkrankungen können viele Ursachen haben, wobei die Alzheimer-Krankheit die häufigste ist. Rund 70% aller Demenzen werden durch sie hervorgerufen. Bei dieser Krankheit gehen in bestimmten Bereichen des Gehirns allmählich Nervenzellen zugrunde. Sie wurde nach dem Neurologen Alois Alzheimer benannt, der sie 1906 zum ersten Mal beschrieben hat.
Auch Durchblutungsstörungen des Gehirns können Alzheimer-ähnliche Symptome verursachen, wenn sie beispielsweise zu wiederholten Hirninfarkten führen. Man spricht dann von einer vaskulären Demenz.
Die Häufigkeit von Demenzerkrankungen nimmt mit dem Lebensalter zu: in der Altersgruppe 70 bis 74 sind ca. 3% betroffen, in der Altersgruppe 85-89 sind es bereits über 20%. Obwohl das Risiko für eine Demenzerkrankung mit dem Alter steigt, ist die Bezeichnung "Altersdemenz" unzutreffend, denn das Alter an sich löst keine Demenz aus.
Zur Zeit leiden in Deutschland etwa 1 Million Menschen an mittelschwer und schwer ausgeprägten Demenzerkrankungen. Da die Zahl der alten Menschen in den nächsten Jahren zunehmen wird, werden im Jahre 2005 etwa 1,2 Millionen Menschen betroffen sein. Bis zum Jahr 2050 wird sich die Zahl auf etwa 2 Millionen erhöhen.